Zwischen Pulsbefragung und Instant Feedback: Agile Feedbacktools im Human Resources Manager

In der Online-Ausgabe des Magazins Human Resources Manager mit dem Schwerpunkt Personalmanagement beschäftigen wir uns damit, wie agile Feedbacktools wie Pulsbefragungen und Instant Feedback in der heutigen Arbeitswelt angenommen werden und wo ihr Potential liegt.

Gerne stellen wir Ihnen in diesem Beitrag eine kurze Zusammenfassung vor, um zentrale inhaltliche Aspekte aufzugreifen. Melden Sie sich jederzeit gerne bei Rückfragen und Anregungen bei uns.

Klassische Feedbackprozesse nicht mehr zeitgemäß

Durch soziale Netzwerke und private Fitness-Apps sind Mitarbeiter aller Altersgruppen gewohnt, dass Ergebnisse unabhängig vom Aufenthaltsort jederzeit in Echtzeit verfügbar sind. Bezogen auf Feedbackprozesse in Unternehmen bedeutet diese Entwicklung, dass ausschließlich klassisch durchgeführte Mitarbeiterbefragungen nicht mehr zeitgemäß sind. In den meisten Fällen sind diese immer noch mit sehr langen Planungs-, Durchführungs- und Auswertungsphasen verbunden – die Rückmeldung der Ergebnisse erfolgt erst Wochen oder sogar Monate später, so dass die Befragung bis dahin bereits in Vergessenheit geraten ist. Das führt bei Mitarbeitern mittel- bis langfristig zu Frustration und somit zu einer geringeren Beteiligung bei der nächsten Befragung.

Um Mitarbeiter langfristig zu binden und zu motivieren, müssen Mitarbeiterbefragungen und andere Feedbackprozesse im Unternehmen in Zeiten der Digitalisierung also neu gedacht werden. Dabei sind insbesondere zwei Faktoren erfolgsentscheidend: Transparenz und Partizipation. Mitarbeiter wollen das Gefühl haben, gesehen zu werden und etwas bewegen zu können, was nur durch Transparenz möglich ist. Aus Sicht der Personalverantwortlichen, die solche Prozesse initiieren, müssen Feedbackinstrumente vor allem agil, also flexibel einsetzbar sein. Das Feedbacktool muss sich dementsprechend den Anwendungsszenarien anpassen und nicht andersherum.

Agile Feedbacktools im kompakten Überblick

Diese Anforderungen können vor allem durch moderne und agile Feedbacktools wie Instant Feedback oder Pulsbefragungen abgedeckt werden. Instant Feedback bietet eine Möglichkeit zum anlassbezogenen Austausch von Feedback durch proaktives Anfordern und Abgeben von kurzen und konstruktiven Rückmeldungen – entweder browserbasiert am Computer oder auch mobil via Smartphone. Ein großer Vorteil von Instant Feedback ist die Möglichkeit zur Einbeziehung von Mitarbeitern in Entscheidungsprozesse, da bei einer akuten Entscheidung auch kurzfristig ein Meinungsbild eingeholt werden kann.

Im Gegensatz zu Instant Feedback können mit Hilfe von Pulsbefragungen schnell und einfach kontinuierliche Stimmungsbilder von Mitarbeitern eingeholt werden. Somit werden identische oder wechselnde Themen über mehrere Wochen oder Monate hinweg regelmäßig abgefragt. Auf diesem Weg können Stimmungsbilder im Unternehmen im Zeitverlauf analysiert werden, um bei Bedarf frühzeitig gegenzusteuern. Darüber hinaus können Pulsbefragungen für verschiedenste Einsatzszenarien verwendet werden, beispielsweise um die Zufriedenheit neuer Mitarbeiter beim Onboarding in den ersten zwölf Monaten im Unternehmen regelmäßig zu erfassen oder auch um individuelle Veränderungsprozesse an einzelnen Standorten zu begleiten.

Dem Einsatz moderner Tools stehen häufig Bedenken und Skepsis von Personalentscheidern entgegen. Gerade die Einbeziehung von Betriebs- oder Personalräten ist daher ein zentraler Erfolgsfaktor oder auch in manchen Fällen ein Stolperstein, wenn es um die Einführung neuer Feedbackinstrumente geht. Die Erfahrungen zeigen aber, dass die Offenheit diesbezüglich stark zunimmt – immerhin ist das Ziel mehr Transparenz sowie mehr Partizipation gerade für Betriebs- und Personalräte von großer Bedeutung.

Digitalisierung als wertvoller Ausgangspunkt für persönlichen Austausch

Häufig wird befürchtet, dass innovative Tools klassische Methoden vollständig ersetzen und somit überflüssig machen. Dem ist jedoch keineswegs so: Traditionelle Instrumente haben nicht zwangsläufig ausgedient – sie können und müssen heutzutage jedoch mit innovativen Ansätzen kombiniert werden. Ziel ist es also, die in vielen Kontexten notwendig gewordenen digitalen Feedbacklösungen mit analogen Prozessen systematisch zu kombinieren, damit die Unternehmenskultur auf diesem Weg langfristig weiterentwickelt werden kann.

Über Standort- und Ländergrenzen und über alle Branchen hinweg bietet die Digitalisierung im Bereich Feedback sehr große Potenziale. Ob Handel, Produktion oder Dienstleistung, es lassen sich immer sinnvolle Kombinationen aus etablierten Prozessen, digitalen Tools und persönlichem Austausch entwickeln. Nur so können Transparenz und Partizipation langfristig systematisch und glaubhaft in Unternehmen verankert werden und nur so können sich Unternehmen erfolgreich behaupten und Mitarbeiter finden und binden.

Haben wir mit diesem Auszug Ihr Interesse geweckt? Sie finden den vollständigen Artikel im Human Resources Manager unter diesem Link.

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