Agilität als zentrale Kompetenz im Kontext Arbeit 2030

Im Buch „Kompetenzen der Zukunft – Arbeit 2030“, herausgegeben von Karl-Maria de Molina, Stephan Kaiser und Werner Widuckel, beschreiben verschiedene Experten aus Wissenschaft und Praxis, wie Unternehmen im Zeitalter der Globalisierung und Digitalisierung wettbewerbsfähig bleiben.

Unser Gründer Prof. Dr. Simon Werther stellt in einem Kapitel dar, auf welche Kompetenzen Unternehmen im Kulturwandel in Richtung Agilität keinesfalls verzichten können und welche Rolle dabei flexible Feedbacktools spielen.

Arbeit 2030 als Weiterentwicklung der aktuellen Situation

Unternehmen kommen an aktuellen Trends wie Digitalisierung, Globalisierung und Flexibilisierung der Arbeitswelt nicht vorbei. In der VUCA-Welt haben sich die Anforderungen an Unternehmen verändert und verlangen nach schnelleren Veränderungen, wobei die Planung dabei immer schwieriger wird. Viele Unternehmen streben deswegen danach ihre Kultur agiler weiterzuentwickeln, was in Perspektiven auf die Arbeit 2030 noch massiv an Bedeutung gewinnen wird.

Um einen Kulturwandel in Richtung Agilität zu ermöglichen, müssen Unternehmen die Stärkung von Partizipations- und Selbststeuerungsprozessen aller Mitarbeiter in den Vordergrund stellen. Genau hier greifen moderne Feedbacktools an. Sie können somit als zentraler Treiber des Kulturwandels dienen, da Feedback blinde Flecken identifiziert und eine kontinuierliche Entwicklung möglich macht. Anpassungsfähigkeit nach innen und nach außen wird somit eine selbstverständliche Kompetenz einer Organisation und der zugehörigen Mitarbeiter.

Weiterentwicklung von Feedbacktools in Richtung Arbeit 2030

In vielen Firmen werden Feedbackprozesse noch sehr klassisch gedacht und zentral zu bestimmten Zeitpunkten angestoßen, um Kontrolle und Überblick zu behalten. Damit flexible Feedbacktools den Kulturwandel Agilität unterstützen können, muss auch der Feedbackprozess neu gedacht werden.

Zentralisierung ist aus Perspektive der Vergleichbarkeit und der Komplexitätsreduktion nicht immer falsch, doch müssen flexiblere Feedbacktools für neue Nutzungsszenarien eingeführt werden. Instant Feedback und Feedback Apps bieten eine Möglichkeit zum anlassbezogenen Austausch von Feedback durch proaktives Anfordern und Abgeben von kurzen Rückmeldungen. Mitarbeiter werden so aktiv in Entscheidungsprozesse miteinbezogen und können selbst bei Entscheidungen oder für die eigene Weiterentwicklung anlassbezogen Stimmungsbilder einholen.

Partizipation und Wertschätzung werden auf diese Art und Weise kontinuierlicher gelebt, denn jeder einzelne Mitarbeiter kann aktiv und eigenständig einen Teil dazu beitragen und die eigene Entwicklung, die seines Teams oder der gesamten Firma unterstützen.

Kompetenzen im Kulturwandel in Richtung Agilität

Doch um selbstgesteuerte Feedbacklandschaften richtig nutzen zu können, sind besondere Kompetenzen unerlässlich. Unternehmen müssen daher bestrebt sein, die Entwicklung dieser Kompetenzen, die sowohl die Feedbackgeber als auch die Feedbackempfänger benötigen, zu unterstützen. Denn diese Kompetenzen sind die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Kulturwandel in Richtung Agilität.

Folgende Kompetenzen spielen dabei ein große Rolle:

  • Offenheit für Veränderung
  • Ambiguitätstoleranz
  • Selbstorganisation

Da Agilität aus der Perspektive der Anpassungsfähigkeit immer eine kontinuierliche Weiterentwicklung und kritische Reflexion beinhaltet, spielt Feedback dabei eine zentrale Rolle. Unternehmen müssen sich dennoch bewusst sein, dass ein Kulturwandel in Richtung Agilität nicht allein durch die Möglichkeit flexibler Feedbacktools entsteht, sondern dass es ein langwieriger Prozess ist, der neben viel Zeit auch eine offene Kommunikation und eine veränderte Grundhaltung erfordert.

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