Warum organisationale Agilität und Feedback zusammengehören

In der aktuellen Ausgabe des Startup Valley Magazins legt unser Mitgründer Professor Dr. Simon Werther dar, warum Feedbackprozesse und organisationale Agilität untrennbar miteinander verbunden sind. Da der Wunsch nach agilen Strukturen immer mehr Organisationen antreibt, sich mit ihrer Feedbackkultur auseinanderzusetzen, greifen wir das Thema heute auf. Denn die Entwicklung einer agilen Organisation scheint in Zeiten einer volatilen und komplexen Arbeitswelt – Stichwort VUCA-Welt – ein nachvollziehbares, wenn nicht gar notwendiges Ziel. Ebenso treibt die Covid19-Pandemie die Digitalisierung und grundlegende Veränderungen der Arbeitswelt weiter voran.

Dennoch möchten wir vorwegnehmen, dass Agilität keineswegs der einzige Treiber für die Gestaltung von Feedbackprozessen ist. Vielmehr gehen mit der Entwicklung einer Feedbackkultur zahlreiche Ziele einher, beispielsweise die Verbesserung der Partizipation und Wertschätzung oder die persönliche Entwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Organisationale Agilität als Fähigkeit eines Unternehmens

Unter Agilität verstehen wir die Fähigkeit einer Organisation, sich schnell, flexibel und erfolgreich an komplexe und unsichere Umweltbedingungen anzupassen. Schnell zeigt sich dabei, dass traditionelle Feedbackformate wie jährliche Mitarbeitergespräche oder Mitarbeiterbefragungen mit langen Phasen der Auswertung einer agilen Haltung alles andere als gerecht werden.

Ein zentrales Merkmal einer agilen Arbeitsweise sind Prozesse, die als sogenannte Iterationen angelegt sind. Das Prinzip stammt aus der agilen Softwareentwicklung und ist dank Projektmethoden wie Scrum in aller Munde. Jedoch findet iteratives Arbeiten zunehmend auch Anwendung in verschiedensten Tätigkeits- und Unternehmensbereichen.

Statt einen Prozess im Vorfeld vollständig zu planen, nähert man sich über die erwähnten Iterationen und Inkremente als Zwischenergebnisse an das endgültige Ergebnis an. Veränderten Rahmenbedingungen und auftretenden Stolpersteinen kann damit frühzeitig Rechnung getragen werden. Damit gewährleistet nicht mehr die vollständige Vorab-Planung den Erfolg, sondern regelmäßiges und schnelles Feedback der Stakeholder. Kontinuierliche Feedbackschleifen fördern Informationen zu Fortschritt, Anforderungen und Herausforderungen eines Prozesses zutage und halten diese Informationen aktuell. 

Das Feedback unterschiedlicher Stakeholder einholen

Je nach Prozess ist die Beteiligung unterschiedlicher Feedbackgeber denkbar. So können ein (Projekt-)Team, einzelne Kolleginnen und Kollegen, Vorgesetzte, aber auch Kunden wertvolle Quellen für Feedback sein. Für agile Arbeitsstrukturen eignen sich Formate wie Teamfeedback, Peer Feedback oder Instant Feedback. Doch auch Feedbackformate auf organisationaler Ebene können den Anforderungen an Agilität gerecht werden. Eine kontinuierlich wiederkehrende Pulsbefragung wird beispielsweise vollständig digital durchgeführt und automatisch ausgewertet. Die Ergebnisse sind direkt am Tag nach Befragungsende in einem Online-Dashboard und als Ergebnisberichte für alle abrufbar. Somit können Organisationen sowohl Stimmungsbilder unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern oder kleinere Befragungen durchführen als auch einen umfassenden Kulturwandel in Richtung Agilität begleiten.

Sind Sie unsicher, welche Feedbackformate die organisationale Agilität Ihrer Organisation verbessern? Oder haben Sie bereits konkrete Pläne für Ihre agile Feedbacklandschaft und möchten diese konkret in die Tat umsetzen? Sprechen Sie uns gerne an. Wir gehen den Weg in Richtung Agilität gerne gemeinsam mit Ihnen!

Beitragsbild: “How do Agile UX teams collaborate? Notes 2” by Dean Meyers is licensed with CC BY 2.0

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