Gesundheit am Arbeitsplatz – Förderung durch Feedback

Gesundheit ist wichtig – in allen Lebensbereichen und auch am Arbeitsplatz. Viele Unternehmen haben verschiedene Programme zur Gesundheitsförderung und Einhaltung des Arbeitsschutzes. Oft wird dabei nicht bedacht, dass auch Maßnahmen, die in erster Linie nicht darauf abzielen die Gesundheit zu fördern, auch dazu beitragen ein Arbeitsumfeld zu schaffen, indem Mitarbeitende gesund bleiben. Mit regelmäßigem Feedback wird ein Klima geschaffen, in dem Wohlbefinden und Gesundheit am Arbeitsplatz gewahrt werden. 

Gesundheit am Arbeitsplatz

Gesund sein bedeutet mehr, als nur nicht krank zu sein. Auch wenn die Anzahl an eingereichten Krankentagen gering ist, heißt es nicht, dass alle Beschäftigten gesund sind. Zu einem umfassenden Konzept von Gesundheit zählen auch die psychische Gesundheit, das Wohlbefinden und die Arbeitsfähigkeit der Mitarbeitenden. Das das Arbeitsumfeld so ausgerichtet ist, dass keine Gefährdung für Leben und Gesundheit ausgeht, ist im Arbeitsschutzgesetz festgehalten. Dieses sieht vor, dass sämtliche Gefährdung physischer und psychischer Gesundheit möglichst vermieden werden muss und unvermeidbare Gefährdung möglichst gering gehalten wird. Maßnahmen zum Schutz der physischen Unversehrtheit und Gesundheit (z.B. Schutzhelme, Arbeitsschuhe, ergonomische Schreibtische) sind dabei leicht nachzuvollziehen und ihre Einhaltung kann gut kontrolliert werden. Doch wie kann auch das Wohlbefinden der Mitarbeitenden mit einbezogen und geschützt werden?

Aus dem Bericht Arbeitswelt im Wandel: Zahlen – Daten – Fakten (2022) der BAUA geht hervor, dass die Anzahl an Arbeitsunfällen seit Jahren sinkt, gleichzeitig steigt jedoch die Belastung durch die psychischen Anforderungen der Arbeit. Dies spiegelt sich ebenfalls in den Daten zu psychischer Gesundheit bei der Arbeit der Initiative „Neue Qualität der Arbeit“ wieder. Der Schutz der psychischen Gesundheit rückt damit auch mehr und mehr in den Fokus von HR.

Gerade durch die aktuelle Pandemie hat das Thema Gesundheitsschutz sowohl für die Beschäftigten aber auch aus HR-Perspektive an Bedeutung gewonnen.

Wie kann (psychische) Gesundheit am Arbeitsplatz sichergestellt werden?

Verschiedene Faktoren können einen Einfluss auf das Wohlbefinden und die Gesundheit am Arbeitsplatz haben. Die gute Nachricht ist: Viele Faktoren können aktiv gesteuert werden, sodass ein gesundheits-förderliches Umfeld geschaffen wird. Zu diesen Einflussfaktoren zählen unter anderem der empfundene Handlungsspielraum bei der Arbeit, die Arbeitsmenge und die Ergonomie. Wichtig für Gesundheit und Wohlbefinden sind aber auch Faktoren wie die Arbeitszufriedenheit, Engagement, die Werte und Kultur des Unternehmens sowie auch die Wertschätzung. In einem kollegialen Klima, das von Vertrauen geprägt ist können Sorgen eher angesprochen und Belastungen aus dem Arbeitskontext sowie auch dem privaten Umfeld besser abgefangen werden. Bei der Nutzung von Befragungen zur Unterstützung der Gesundheitsförderung ist Anonymität daher sehr wichtig: Da es oft um persönliche Konflikte oder private Sorgen geht, die Stress und Krankheit auslösen, sollten Mitarbeitende die Möglichkeit haben von ihrem Stress berichten und ihre Arbeit entsprechend anpassen zu können, ohne sich privat öffnen zu müssen.

Führungskräfte haben ebenfalls einen wichtigen Einfluss auf das Wohlbefinden der Mitarbeitenden. Sie sind dafür verantwortlich, dass gesunde Arbeitszeiten eingehalten werden und die psychischen Anforderungen der Arbeit (z.B. schnelles Arbeiten, Multi-Tasking, Monotonie) nicht die Fähigkeiten der Mitarbeitenden übersteigen. Damit spielen die Führungskräfte eine wichtige Rolle in der Prävention von Krankheit und Ausfällen durch psychische Belastung. Damit Führungskräfte hier eine Rückmeldung ihrer Mitarbeitenden erhalten, ob sie ihrer Rolle gerecht werden, kann systematisches Feedback eingeführt werden.

Feedback als Präventionsmaßnahme

Feedback auf verschiedenen organisationalen Ebenen hilft dem Unternehmen, die aktuelle Lage bezüglich Wohlbefinden und Gesundheit am Arbeitsplatz einzuschätzen. Mittlerweile verpflichtend für viele Unternehmen ist dabei auch die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen. Doch neben diesem offiziellen Maß zur Beurteilung des Gesundheitsschutzes können auch weitere Befragungen unter den Beschäftigten helfen, ein Bild des aktuellen Wohlbefindens am Arbeitsplatz aller Beschäftigten zu erhalten. Indem Feedback auf verschiedenen Ebenen erhoben und miteinander verknüpft wird, können verschiedene Maßnahmen abgeleitet werden, die zur Erhöhung des (psychischen) Arbeitsschutz beitragen. Grundsätzlich wird Feedback eingesetzt um die Unternehmenskultur zu erfassen. Wenn Feedback dazu beiträgt, dass ein kollegiales, vertrauensvolles und offenes Klima aufgebaut wird, unterstützt das Feedback damit den Aufbau einer Kultur in der die (psychische) Gesundheit der Mitarbeitenden gefördert wird.

Im Vordergrund stehen hierbei 360° Feedback und die klassische Mitarbeiterbefragung. Im Rahmen eines 360° Feedbacks bekommen Mitarbeitende die Gelegenheit ihrer Führungskraft Rückmeldung zu ihrem Führungsverhalten zu geben. Um die Rolle der Führungskräfte im Arbeitsschutz zu stärken könnte hier konkret danach gefragt werden, ob die Führungskraft den Arbeitsschutz ausreichend fördert und ihre jeweiligen Mitarbeitenden hier unterstützt.

Eine Mitarbeiterbefragung kann noch umfassendere Einblicke liefern. Hier kann auf organisationaler Ebene die Zufriedenheit und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden erfasst werden. Mit gezielten Fragen zu Gesundheit kann das Unternehmen Stellschrauben identifizieren, durch die die Gesundheitsvorsorge verbessert werden kann. So kann basierend auf den Ergebnissen das Angebot zur Förderung von Gesundheit so wie auch die Stress-Prävention angepasst werden.

 

Kommen Sie gerne auf uns zu, wenn Gesundheit auch in Ihrem Unternehmen ein wichtiges Thema darstellt. Wir beraten Sie gerne dazu, wie Sie Feedback in ihr Präventionskonzept einbinden können. Dabei setzen wir auf den Aufbau einer ganzheitlichen Feedback-Landschaft die den gesamten Employee-Lifecycle umfasst. 

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