HR Trends 2024

  1. Trend 1: Künstliche Intelligenz im HR 
  2. Trend 2: Remote Work und Hybride Modelle (RTO-Debatte) 
  3. Trend 3: Mitarbeiterbindung und Recruiting  
  4. Trend 4: Female Retention 
  5. Trend 5: Employee Well-being und Mental Health 
  6. Trend 6: Environment (Umweltschutz), Social (soziale Gerechtigkeit) und Governance (Unternehmensführung) 
  7. Trend 7: Learning and Development 
  8. Trend 8: Data-Driven Decision-Making im Personalwesen 

Welche HR-Trends beschäftigen uns 2024? In der sich ständig verändernden Berufswelt wird die Rolle der Personalabteilungen immer wichtiger. Mit Blick auf das Jahr 2024 stehen HR-Managerinnen und Manager transformativen Trends bevor, die die Art und Weise, wie Unternehmen Talente anziehen, fördern und binden, neu definieren werden. Angesichts des Fachkräftemangels wird die Bindung von Mitarbeitenden zu einer der entscheidenden Herausforderung. Organisationen müssen bestrebt sein, qualifizierte Mitarbeitende zu gewinnen und zu halten, um ihre Wettbewerbsfähigkeit aufrechtzuerhalten.  

Die HR-Trends des Jahres 2024 sind nicht nur ein Ausblick in die Zukunft, sondern eine Erkundung der Strategien und Innovationen, die die Employee Experience prägen. Von der Integration künstlicher Intelligenz in HR-Prozesse bis hin zur remote work, ESG-Themen, People Analytics, neuen Recruiting Strategien, Mitarbeiter Feedback uvm – jeder Trend hat Auswirkungen, die in allen Unternehmen zu spüren sein werden. 

Entdecken Sie die wichtigsten HR-Trends, die unsere Arbeitswelt verändern, sowie die Strategien, die HR-Experten anwenden müssen, um an der Spitze zu bleiben. 

 

Trend 1: Künstliche Intelligenz im HR  

2023 war das Jahr für den großen Aufschwung von KI und vor allem generativer KI-Modelle wie ChatGPT. Das Personalwesen wird davon nicht unberührt bleiben und gewinnt nächstes Jahr noch mehr an Wichtigkeit. 
In welchen Bereichen setzen HR-Manager und Managerinnen bereits KI ein und wo wird sie in Zukunft verstärkt eingesetzt? 

  • Talentakquise 
  • Performance Management 
  • Lernen und Entwicklung 
  • Mitarbeitenden Feedback  
     

Die Einbindung von generativer KI in die Personalabteilung automatisiert nicht nur Routineaufgaben, sondern befähigt Personalverantwortliche auch, datengestützte Entscheidungen zu treffen. Durch den Einsatz von KI können sich HR-Teams auf strategische Initiativen wie Personalplanung, Diversity-Initiativen und Strategien zur Talentbindung konzentrieren.  

Während KI enorme Vorteile mit sich bringt, ist es wichtig, sich mit potenziellen Herausforderungen auseinanderzusetzen. Dazu gehören Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes, ethische Überlegungen bei algorithmischen Entscheidungen und die Sicherstellung, dass die menschliche Note in den HR-Prozessen erhalten bleibt. Während wir uns durch die dynamische Schnittmenge von KI und HR bewegen, wird deutlich, dass das Annehmen und Implementieren dieses Trends nicht nur ein technologisches Upgrade sind, sondern ein strategischer Schritt für Unternehmen, die in der Talentlandschaft des Jahres 2024 wettbewerbsfähig bleiben wollen. 

Trend 2: Die RTO (return to office) Debatte und hybride Modelle 

Ereignisse wie die Corona-Pandemie haben die Einführung von Remote-Arbeit und Homeoffice entscheidend vorangetrieben. Der erste Lockdown liegt nun bereits drei Jahre zurück, und für die meisten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist das Arbeiten von zu Hause aus zur Selbstverständlichkeit geworden. Im November 2023 machten immer mehr Unternehmen deutlich, dass eine Rückkehr ins Büro gewünscht sei. Wir empfehlen unseren Kunden daher, auf regelmäßige Pulsbefragungen zu setzen, um ein kontinuierliches Stimmungsbild der Belegschaft zu erhalten und herauszufinden, welche Arbeitsweise bevorzugt wird. 

Um die Herausforderungen von hybriden Arbeitsmodellen zu bewältigen, ist ein strategischer und einfühlsamer Ansatz erforderlich. Die Personalabteilung spielt dabei eine entscheidende Rolle als Architektin des zukünftigen Arbeitsplatzes. 

Trend 3: Mitarbeiterbindung und Recruiting 

Im Jahr 2024 rücken für HR-Abteilungen zwei entscheidende Aspekte in den Fokus: Mitarbeiterbindung und Recruiting. Die Arbeitswelt hat sich in den letzten Jahren verändert, und Unternehmen müssen sich zunehmend auf innovative Wege konzentrieren, um ihre Mitarbeitenden zu binden und gleichzeitig talentierte Fachkräfte für sich zu gewinnen. Eine starke Mitarbeiterbindung ist nicht nur ein entscheidender Faktor für die Zufriedenheit und Produktivität, sondern spielt auch eine Schlüsselrolle bei der Reduzierung von Fluktuation und dem Erhalt wertvollen Know-hows im Unternehmen. Gleichzeitig erfordert die ständig fortschreitende Technologieentwicklung ein Umdenken im Recruiting-Prozess.  

Die HR-Abteilungen sollten ihre Strategien anpassen, um nicht nur die besten Talente anzuziehen, sondern auch sicherstellen, dass diese Talente langfristig an das Unternehmen gebunden werden. In einem Umfeld, das von agilen Arbeitsmodellen und digitaler Transformation geprägt ist, sind eine proaktive Mitarbeiterbindung und innovatives Recruiting von zentraler Bedeutung, um den Herausforderungen der modernen Arbeitswelt erfolgreich zu begegnen. 

 

Trend 4: Female Retention  

Das Thema Mitarbeiterbindung ist uns allen bekannt, und wir sind uns bewusst, dass HR-Experten und Expertinnen dies ständig im Auge behalten müssen. Was jedoch zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist der Fokus auf die Bindung weiblicher Mitarbeiterinnen, auch als „Female Retention“ bekannt. Eine Studie von McKinsey hat gezeigt, dass Unternehmen mit einem Anteil von mehr als 30% weiblichen Führungskräften bessere Leistungen erzielen als Unternehmen mit nur 10-30% weiblichen Führungskräften. Frauen, die nach wie vor einen bedeutenden Anteil an der Care-Arbeit leisten, legen besonderen Wert auf Flexibilität und Modelle für die Arbeit im Homeoffice. Viele geben an, im Homeoffice produktiver zu sein und eine aus gewogenere Work-Life-Balance zu haben. 

Unternehmen erkennen zunehmend, dass der gezielte Fokus auf die Bindung weiblicher Mitarbeiterinnen nicht nur ihre Wertschätzung gegenüber Frauen ausdrückt, sondern auch die langfristige Bindung und Zufriedenheit im Team stärkt. In der HR-Tech-Szene beobachten wir einen wachsenden Trend zu innovativen Startups, die sich auf Female Benefits konzentrieren. Diese bieten den Unternehmen noch mehr Möglichkeiten, auf die spezifischen Bedürfnisse von Frauen einzugehen. Diese reichen von Kinderbetreuung über Unterstützung beim Kinderwunsch, einschließlich LGBTQ+ und alleinstehender Frauen, bis hin zur Begleitung während der Menopause. 

 

Trend 5: Employee Well-being und Mental Health 

Bereits 2023 wurde das Thema Employee Well-being auch im beruflichen Kontext immer ernster genommen. Im Jahr 2024 müssen Unternehmen anerkennen, dass das Wohlbefinden ihrer Mitarbeitenden nicht nur ein moralisches Angebot, sondern auch eine strategische Investition ist. Das Wohlbefinden der Belegschaft geht über die körperliche Gesundheit hinaus und umfasst auch geistige und emotionale Aspekte, wodurch ein ganzheitlicher Ansatz für das Personalmanagement entsteht. 

Diese Strategien können Personalverantwortliche durchführen: 

  • Ganzheitliche Programme für das Wohlbefinden 
  • Ressourcen für psychische Gesundheit 
  • Schulung von Führungskräften 

 

Trend 6: ESG 

ESG gewinnt in der Geschäftswelt, auch für HR, zunehmend an Relevanz. Insbesondere aufgrund der EU-weiten Einführung der ESRS-Berichtspflicht. Unternehmen, die ESG-Faktoren priorisieren, gelten zudem als verantwortungsbewusster. Sie signalisieren, dass sie sich der Auswirkungen ihres Handelns auf die Umwelt und die Gesellschaft bewusst sind. 
Welche Rolle wird nun aber die HR-Abteilung einnehmen? Es wird an HR-Managern und Managerinnen liegen, die ESG-relevanten Fragen zu beantworten. Diese können z. B. zu Gleichberechtigung und Integration, Entlohnung, Mitarbeiterentwicklung und Arbeitskultur sein. Zudem wird die Messbarkeit dieser Bereiche in den Vordergrund rücken. Regelmäßige Mitarbeiterbefragungen und People Analytics Dashboards können hierbei besonders hilfreich und sinnvoll sein.  

 

Trend 7: Learning & Development  

Die rasante Entwicklung der Arbeitskräfte und die Verbreitung des technologischen Fortschritts machen kontinuierliches Lernen und die Entwicklung von Fähigkeiten zu integralen Bestandteilen einer zukunftsorientierten Personalstrategie. Im Jahr 2024 erkennen die Unternehmen die Notwendigkeit eines dynamischen Ansatzes für die Talententwicklung, der über traditionelle Schulungsprogramme hinausgeht. 

  • Funktionsübergreifende Ausbildung 
  • Externe Lernmöglichkeiten wie z. B. Coaching per App oder in Persona 
  • Microlearning-Module 

 

Trend 8: Data-Driven Decision-Making in HR 

Im Jahr 2024 durchläuft die Personalabteilung einen tiefgreifenden Wandel und muss Datenanalysen nutzen, um Entscheidungsprozesse zu verbessern. Dieser Wandel hin zu einem datengesteuerten Ansatz befähigt HR-Experten und Expertinnen, strategische, evidenzbasierte Entscheidungen zu treffen, die sich positiv auf den gesamten Employee Lifecycle auswirken. 

Zu den wichtigsten Leistungsindikatoren (Key Performance Indicators, KPIs) für datengesteuerte HR-Initiativen gehören:  
Verbesserungen bei 

  • der Einstellungsdauer 
  • der Mitarbeiterbindung 
  • den Produktivitätskennzahlen  
  • der Gesamteffektivität von HR-Programmen

Regelmäßige Evaluierung stellt sicher, dass datengesteuerte Strategien mit den Unternehmenszielen übereinstimmen. Zu den Herausforderungen bei der Einführung einer datengesteuerten Entscheidungsfindung in der Personalabteilung gehören Datensilos, Widerstand gegen Veränderungen und die Sicherstellung der ethischen Verwendung von Mitarbeiterdaten. Zu den Lösungen gehören die Förderung einer datengesteuerten Kultur, das Aufbrechen von Informationssilos und die Umsetzung umfassender DSGVO konformen Richtlinien. 

HR-Fachpersonal sollten nicht nur eine verwaltende Funktion innehalten, sondern strategische Partner sein, die die Daten nutzen können, um den Unternehmenserfolg voranzutreiben und mit in unternehmerische Entscheidungen integriert werden. Bereiche in denen im Personalwesen datengestützte Entscheidungen getroffen werden können.  

  • Personalbeschaffung und Talentakquise 
  • Personalbedarfsplanung 
  • Mitarbeiterengagement und -zufriedenheit 
  • Lernen und Entwicklung 

 

Fazit:  

In der sich ständig wandelnden Welt des Personalwesens wird deutlich, dass die Mitarbeiterbindung im Jahr 2024 das Herzstück jeder erfolgreichen HR-Strategie ist. Unternehmen müssen verstärkt darauf achten, die positive Employee Experience zu gestalten, die über die üblichen Arbeitsaufgaben hinausgeht. Die Stärkung der Mitarbeiterbindung erfordert eine holistische Herangehensweise, bei der das gesamte Arbeitsumfeld und die Beziehung zwischen Unternehmen und Mitarbeitenden im Mittelpunkt stehen. Eine gute Employee Experience, die von der Einstellung bis zum Austritt reicht, wird nicht nur die Loyalität der Mitarbeitenden fördern, sondern auch einen nachhaltigen Einfluss auf die Produktivität und den Erfolg des Unternehmens haben. Die Unternehmen, die sich aktiv darauf konzentrieren, die Arbeitswelt ihrer Belegschaft zu verbessern, werden zweifellos die Gewinner in einer Zeit sein, in der Talentmanagement und -bindung entscheidender sind als je zuvor. 

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