Die Pulsbefragung als zentrales Element neuer Arbeitswelten

Pulsbefragung oder Mitarbeiterbefragung – vor dieser Entscheidung stehen aktuell viele Unternehmen. Doch was sind die Vorteile einer agilen Feedback-Toolbox mit Pulsbefragung gegenüber einer klassischen Mitarbeiterbefragung? Wie kann man Feedback im Unternehmen mittels technologiebasierter Lösungen wie kontinuierlichen Pulsbefragungen verbessern? Wie entwickelt man eine Feedbacklandschaft in einem etablierten Unternehmen, um den Mitarbeitern das Gefühl von Partizipation und Wertschätzung zu vermitteln?

Diesen Fragen sind Dr. Andreas Marschner und Anni-Renée Sohège von der Techniker Krankenkasse gemeinsam mit unserem Gründer Prof. Dr. Simon Werther in einem sehr gut besuchten Vortrag auf dem Personalmanagementkongress 2019 in Berlin nachgegangen. Viele Besucher waren an dieser Case-Study interessiert, die bereits nach der Pilotphase im Personalmagazin veröffentlicht wurde. Schließlich stehen viele Unternehmen vor ähnlichen Herausforderungen. Aus diesem Grund wollten wir gemeinsam sowohl die Erfolge als auch die Stolpersteine dieses Projektes weitergeben.

Hoher administrativer Aufwand bei klassischen Mitarbeiterbefragungen

Die alte Mitarbeiterbefragung der TK fand alle zwei bis vier Jahre statt. Sie war sehr umfassend und konnte sowohl viele unterschiedliche Themen abdecken als auch unzählige Maßnahmen als Handlungsfelder erfassen. Allerdings gingen damit auch einige Nachteile einher, die immer stärker in den Vordergrund getreten sind.

Die Befragungen waren verbunden mit einem sehr hohen administrativen Aufwand und mit langen Vorlaufzeiten. Des Weiteren führte der umfangreiche Fragebogen mit ganz unterschiedlichen Themen zu einer hohen Komplexität der Berichte. Die daraus resultierenden Folgeprozesse waren aufgrund der zeitverzögerten Auslieferung der Ergebnisse sehr langwierig. Darüber hinaus herrschte eine geringe Transparenz über die Nachhaltigkeit der Maßnahmen.

Mit der Pulsbefragung auf dem Weg zu neuen Arbeitswelten

Da in vielen Unternehmen immer schneller Veränderungen stattfinden und deshalb schnellere Reaktionen erforderlich sind, haben sich auch die Anforderungen an eine Mitarbeiterbefragung grundlegend verändert. Um kontinuierlicher am Puls der Veränderung zu bleiben, musste auch bei der TK eine flexiblere Lösung gefunden werden. Neue Arbeitswelten zeichnen sich auch dadurch aus, dass Feedback kontinuierlich erhoben wird. Denn nur so kann ohne Zeitverzögerung und damit viel wirksamer auf Veränderungen eingegangen werden.

Natürlich benötigt dieser Veränderungsprozess einen langen Zeithorizont, da es sich um einen umfassenden Kulturwandel handelt. Allerdings konnte die TK mit Unterstützung von HRinstruments eine Pulsbefragung in ihrem Unternehmen etablieren und den Schritt hin zu leistungsfähigen Echtzeitauswertungen mit schnelleren Folgeprozessen unternehmen.

Drei kurze Pulsbefragungen mit nur wenigen Fragen während des Jahres bieten nicht nur Ergebnisse in Echtzeit, sondern sie machen auch kurzfristige Anpassungen möglich. Außerdem ermöglicht der technologiebasierte Ansatz mit Automatisierung und Schnittstellen eine Reduktion des administrativen Aufwands.

Vielfältige Vorteile einer modernen Feedbacklandschaft

Eine moderne Feedbacklandschaft bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Automatisierte Berichte sind dank der einheitlichen Darstellung einfacher zu interpretieren und können direkt am Tag nach der Befragung heruntergeladen werden. Mit Hilfe unseres Dashboards haben Führungskräfte und Mitarbeitende neben standardisierten PDF-Berichten die Möglichkeit zum interaktiven Arbeiten mit den Ergebnissen.

Eine Feedbacklandschaft ermöglicht darüber hinaus viele verschiedene Nutzungsszenarien mit zentralisierten und selbstgesteuerten Feedbackformaten, um eine Unternehmenskultur mit mehr Partizipation und Wertschätzung zu entwickeln. Pulsbefragungen sind hier nur ein Ansatzpunkt, da wir auch mit Instant Feedback, Peer Feedback und anderen Formaten sehr gute Erfahrungen gemacht haben.

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